1.) Auf bundesdeutschen Comedy-Bühnen lacht man besonders gerne über Minderheitenwitze:
Oliver Pocher fragte letztes Jahr bei einem Auftritt in die vollbesetzte Berliner Max-Schmeling-Halle: »Was wäre Deutschland ohne Türken?« Die Antwort: »Sauber und sicher.« 8000 Zuschauer johlten, Menschen, die ganz sicher dafür sind, dass die NPD endlich verboten wird.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39357/Verstehen-Sie-Spass
2.) Alle Macht dem Geschäftsführer:
Kunst & Geld in der Kulturpolitik wird zunehmend von Stiftungen bestimmt – mit verheerenden Folgen für den deutschen Film.
Über die Strukturschwäche der deutschen Förderlandschaft.
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/alle-macht-dem-geschaeftsfuehrer
3.) Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen:
Auf der Netzseite des Deutschen Kulturrats ist eine Liste ‘bedrohter Kultureinrichtungen’ im pdf-Format zum Download bereitgestellt.
http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2396&rubrik=138
Dazu findet sich seitens der Neue Osnabrücker Zeitung (OZ) ein kritischer Kommentar im na.presseportal:
Wer möchte nicht Opernhäuser bewahren, weiter in Theater und Museen gehen oder auch künftig das Angebot von Bibliotheken nutzen? Kultur bereichert nicht nur das Leben, sie macht eine zivilisierte Existenz oft überhaupt erst möglich. Aber dürfen Kulturhäuser mit bedrohten Tierarten verglichen werden? Nein. Aber nicht nur deshalb ist die “Rote Liste” des Deutschen Kulturrates ein Ärgernis.
http://www.presseportal.de/pm/58964/2402580/neue-oz-kommentar-zu-kulturpolitik
4.) Heinrch-Mann-Preis verliehen:
Der Heinrich-Mann-Preis ist ein Literaturpreis, der seit 1953 jährlich von der Akademie der Künste (vorher Akademie der Künste der DDR) verliehen wird. Der Preis wird für Werke mit gesellschaftskritischem Charakter zu Ehren von Heinrich Mann verliehen und ist mit 8.000 Euro dotiert.
In diesem Jahr geht der Preis an 1954 in Wien geborenen Romancier und Essayisten Robert Menasse. “Die Jury ehrt den Schriftsteller und Philosophen, aber auch den Europäer Robert Menasse, der in seinem vor kurzem erschienenen Gross-Essay «Der Europäische Landbote» überzeugend den Vorwurf widerlege, Intellektuelle hätten zu Europa nichts zu sagen: «Menasse wirbt für ein postnationales Europa, weil er glaubt, die Geschichte enthalte immer noch zu viel nationales Gift.» Als skeptischer Philosoph weigere er sich, in Sachen Europa «dem Pessimismus und der Unvernunft das Feld zu überlassen».”, NZZ
http://www.adk.de/de/aktuell/pressemitteilungen/index.htm?we_objectID=31783
Hier die Wiki-Seite Menasses samt Vita:
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Menasse
5.) 200 Jahrte Richard Wagner
Am 22. Mai wäre Richard Wagner 200 Jahre alt geworden.
Wir dürfen uns also auf einiges gefasst machen ..
Das Richard Wagner Museum verkündet unlängst den Erwerb einer ‘sesationellen’ Fotografie Wagners,- sensationell, weil ohne Bart.
Zudem soll ein grundlegendes Werk des Münchner Sammlers Gunther Braam über “Richard Wagner in der zeitgenössischen Fotografie” bei ConBrio, Regensburg, erscheinen, für das noch um finanzielle Unterstützung geworben wird..
http://www.wagnermuseum.de/news/55/details_12.htm
6.) Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb
Seit mehr als 30 Jahren bietet der Internationale Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb jungen Talenten die Möglichkeit, internationale Kontakte für ihre zukünftige Karriere zu knüpfen. Ab 2013 werden die Finalrunden, die bislang in Wien beheimatet waren, alternierend an den wichtigen Opernhäusern der Welt stattfinden. 2013 wird mit Amsterdam gestartet. Vorauswahlen finden in über 50 Städten weltweit statt. Eine Besonderheit der renommierten Talenteschmiede ist die hochrangig besetzte Opernjury in den Finalrunden, bestehend aus Intendanten, Opern- und Castingdirektoren der bedeutenden Opernhäuser der Welt. Diese vergeben neben Geldpreisen vor allem Engagements an den Sängernachwuchs.
The competition website www.belvedere-competition.com with all details for 2013 will be updated until the beginning of February.
6.) Stadtkurator Hamburg – Ausschreibung
Die Kulturbehörde Hamburg schreibt im Rahmen des Programms „Kunst im öffentlichen Raum“ eine Projektstelle für eine Stadtkuratorin oder einen Stadtkurator mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren aus.
Der Stadtkurator / die Stadtkuratorin soll ein Ausstellungsprogramm entwickeln und umsetzen, das sich kritisch mit den lokalen städtischen Fragestellungen, ihren internationalen Kontexten und den vorhandenen künstlerischen Potentialen und Konflikten auseinandersetzt, hierbei eine längerfristige Perspektive einnimmt und die Rolle und Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum neu auslotet.
Für die Realisierung stehen für die Dauer des Projektes € 200.000.- zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2013. Weitere Informationen und der Gesamttext der Ausschreibung unter http://www.hamburg.de/kulturbehoerde/.