Suboptimal.

Sicher kennen die meisten Menschen jemanden, der/die zwar nicht sonderlich attraktiv ist, dafür aber extrem charmant. Ich halte es für einen natürlichen Vorgang, dass Menschen im Bestreben einen höheren Platz in der Gruppenhierarchie zu ergattern, ein Minus an Attraktivität durch ein Plus an Bespaßungsfaktor kompensieren.

Bei mir verhält es sich leider so, dass ich in jungen Jahren ein recht schmuckes Kerlchen war und erst mit zunehmendem Alter vergammelte. Ich erwuchs also in dem Bewusstsein, mir keinerlei Gedanken über zwischenmenschliche Kontakte machen zu müssen. Entsprechende soziale Kompetenzen, die nunmehr schwer zu erlernen sind, prägten sich so nur sehr rudimentär aus.

Das Resultat ist, dass ich mittlerweile alt, oll und ohne jeden Unterhaltungswert bin.

Es muss vermutlich nicht gesondert erwähnt werden, dass ich die Schuld an dieser betrüblichen Entwicklung allein meiner oberflächlich veranlagten Umwelt zuschreibe, wordurch sich zudem zunehmend eine gewisse (*freundlich umschrieben..) Misantrophie breit macht.

Bei realistischer Betrachtung halte ich diese Situation für eine recht suboptimale Voraussetzung, um mir jetzt – vor Winterbeginn – schnell noch eine humanoide Wärmflasche für die kalte Jahreszeit an Land zu ziehen.. die bereit ist, sich das Bett mit mir.. und den beiden Hunden zu teilen.

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